Alles Gute zum 70er, Peter!

Peter RappAm Valentinstag, um 2.00 Uhr früh vor 70 Jahren erblickte unser Autor Peter Rapp das Licht der Welt: Rotenturmstrasse 19, 1. Stiege, 3. Stock im 1. Bezirk in Wien: »Bei allen wichtigen Ereignissen in der Inneren Stadt war ich somit direkt ›vor Ort‹«, schreibt er in seiner Autobiographie Mein Versuch, niemals aufzugeben. Wir freuen uns mit ihm auf seine nächsten 70 Jahre!

Karl Löbl

Karl Löbl ist in der Nacht vom Montag, 27. Jänner, seiner langen, schweren Krankheit erlegen. Einer Krankheit, die ihn nicht daran hindern konnte, bis wenige Wochen vor seinem Tod noch tätig zu sein, ganz so als ließe sich von einem wie ihm sogar das Unabwendbare abwenden. Geboren 1930 in Wien, begann Karl Löbl seine Laufbahn als Musikkritiker bei der »Weltpresse«, wechselte als Kulturchef zu »Bild-Telegraf« und »Express« und schließlich zum KURIER, wo er 1975 die Chefredaktion übernahm. 1955 heiratete er die Kulturredakteurin Hermine (Hermi) Kronfeld, die ihm bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 eine kongeniale Partnerin war. Die Kinder Michael und Eva entstammen dieser 57 Jahre dauernden Ehe. 1980–1995 war er ORF-Kulturchef und gestaltete legendär gewordene Sendungen wie »Lieben Sie Klassik?« und »Klassik-Treffpunkt«. Kultstatus erlangte die TV-Sendung »Nach der Premiere«, in der er seinen Kommentar während des Schlussapplauses live vom Balkon aus abgab. 2006–2012: Musik- und TV-Kritiken, seit 2012 Programm-Texte für die Wiener Staatsoper sowie eine CD/DVD-Kolumne für die »Bühne«. Daneben veröffentlichte er Bücher und Tonträger. Auszeichnungen: Nicolai-Medaille in Gold der Wiener Philharmoniker, Renner-Preis für journalistische Unabhängigkeit, Rudolf-Henz-Ring der »Wiener Zeitung«.

Erst sehr spät konnte Löbl dazu gebracht werden, sich mit seinem eigenen Leben zu beschäftigen. Als dieses Leben sich bereits dem Ende zuneigte, ging er daran, seine Biographie zu verfassen. In der Folge ließ ihn das Bücherschreiben nicht mehr los:

Im Februar 2013 veröffentlichte er seine Erinnerungen »Der Balkonlöwe«, im November darauf folgte »Nach den Premieren«, sein Rückblick auf 70 Jahre Wiener Staatsoper. Und all die Zeit über schien es, als habe der Tod ein Einsehen mit so viel Esprit, Kreativität und Schaffensfreude und gewähre immer noch eine längere Frist.

So begann Löbl sein letztes Werk, eine Biographie, die einem Meister seines Faches gerecht werden sollte: »›Ich war kein Wunder!‹ Herbert von Karajan – Legende und Wirklichkeit«. Der Tod kam ihm diesmal knapp zuvor: Karl Löbl wird sein letztes Buch nicht mehr in Händen halten können. Aber die Kulturkritik wird auch künftig an ihm Maß nehmen müssen.

Karl Löbl

Frühjahrsprogramm 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Vielleicht gibt es Meisterwerke, die unter Gähnen zustande gekommen sind“, meinte Marcel Proust einmal. Das trifft auf unsere Bücher gewiss nicht zu. Die haben ihre Schöpfer von Anfang an in Atem gehalten. Und dann uns. Und bald wohl auch Sie.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

Hier ist unser Frühjahrsprogramm 2014 als PDF:

Katalog Frühjahr 2014

Katalog Frühjahr 2014

Herbstprogramm 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun haben wir also wieder neue Bücher für Sie ausgewählt: einen Roman über eine Frau, die sich einen Dreck um Konventionen schert, die Erlebnisse und Ansichten von Künstlern, die den Begriff Avantgarde noch gelebt haben, die Anekdoten eines Sportreporters, dem die ganze Welt Arena ist und Sport und Kultur nur zwei Seiten einer Medaille, und dazu noch eine Entdeckungsreise in die Weiten des Alls. Nichts darunter für Langeweiler und Weicheier, sondern Bücher für echte Leser, Spuren auf dem Weg ins unendliche Abenteuer.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2013-herbst

 

Frühjahrsprogramm 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit genau 10 Jahren behaupten wir uns auf diesem aüßerst turbulenten Markt. Immer unabhängig. Ohne Konzern im Hintergrund. Ohne Lobbys oder Seilschaften weder in Chefetagen noch in Regierungskreisen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Außer das eine noch: Danke an alle, die uns begleitet haben und begleiten!

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2013-fruehjahr

Maria Seifert zu Gast bei Radio Orange – Kulturgeschichte der Neuzeit

Seit 2008 betreut Herbert Gnauer auf Radio Orange ein ambitioniertes, und wahnsinnig spannendes Projekt: eine kommentierte Radiolesung von Egon Friedells »Kulturgeschichte der Neuzeit«. In Folge 87, Romantik und Liberalismus, ist unsere Verlegerin Maria Seifert zu Gast bei Herbert Gnauer, und führt durch Themen wie Laube und Heine – Politische Malerei – Georg Büchner – Nestroy – Andersen – Der blaue Vogel.

Den Radiobeitrag finden Sie unten eingebettet, oder alternativ auch im cultural broadcasting archive.

cba-romantik-und-liberalismus

 

Herbstprogramm 2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute möchte ich mich an dieser Stelle einfach einmal auf eine Autorität berufen: „Was für erstaunliches Ding so ein Buch doch ist. Es ist ein flacher Gegenstand, aus einem Baum hergestellt, mit biegsamen Teilen, auf denen jede Menge seltsamer dunkler Schnörksel gedruckt sind. Aber ein Blick darauf genügt, und man ist mitten in der Gedankenwelt einer anderen Person.“ Niemand geringerer als Carl Sagan hat dies gesagt. Erstaunlich und Staunen erregend, das sind unsere Bücher in diesem Herbst in der Tat, und – Carl Sagan hat wieder das Wort: „… Beweis dafür, dass Menschen imstande sind, Magie zu entfalten.“ — Carl Sagan (Cosmos: A Personal Voyage, Folge 11, “The Persistence of Memory”)

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2012-herbst

Frühjahrsprogramm 2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Fehlalarm!“, wie Hans Stummer seine kluge Abhandlung über die Angstmacher nennt, könnte fast als Motto für unseren Zeitgeist gelten. Hier eine kleine Angst, da ein bisschen Panik; kaum ein Tag, an dem uns nicht eine Meldung das Fürchten lehrt, nur um gleich wieder zurückgenommen oder umgebogen zu werden und der nächsten Bedrohung Platz zu machen. Es sind solche angstaufgeladenen Zeiten, in denen Bücher eine ganz große Macht entfalten. Jedes einzelne in diesem Katalog liefert dafür den Beweis: die Lieder Ludwig Hirschs, Fritz Lehners fantastischer, innovativer Spannungsroman und die Geschichte eines triumphalen Siegs von Menschlichkeit und ärztlicher Kunst, die Wolfgang Kerber und Michael Zimpfer zu erzählen haben. Bücher können die Dinge ins rechte Lot bringen, sie können aus der Enge hinausführen, neue Perspektiven aufzeigen. Und das Gegenteil von all dem können sie auch. Nutzen wir sie also gut, dann werden wir mit ihnen noch viele Krisen überstehen. Lesen ist gut fürs Gemüt, es schärft den Verstand. Es macht tapfer und widerständig. Nicht selten vertreibt es sogar die Angst.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2012-fruehjahr

Herbstprogramm 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Menschen stecken voller Geschichten, voller Geheimnisse auch. Wir führen Ihnen diesmal vier Schicksale vor, jedes für sich außerordentlich und beispielhaft: Ein Höchstrichter blickt zurück auf Ereignisse, die gesellschaftliche und politische Wendepunkte Europas markierten, ein Künstler und Abenteurer berichtet, wie es ihm erging, als er radikal mit seiner Vergangenheit brechen wollte, ein ehemaliges Findelkind aus Amazonien erzählt, wie es ist, zwischen den Welten hin und her zu wandern, und ein Star der Unterhaltungsbranche zeigt sich abseits des Scheinwerferlichts. Vier Schicksale, vier Erinnerungsorte, vier Lebensgeheimnisse, und dahinter die Fragen, die uns alle berühren: „Wer bin ich?“ und „Wohin gehöre ich?“

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2011-herbst

Frühjahrsprogramm 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor langer, langer Zeit, gut 800 Jahre vor Computer Games, World Wide Web und – PISA-Tests, da galt die Kunst des Lesens schon als eine der wichtigsten Säulen unserer Kultur. Das Buch war Mittler zwischen Begriff und sozialer Wirklichkeit, ein Spiegel auch gesellschaftlicher Zustände. Im Bücherlesen sammelte sich der menschliche Geist aus der Zerstreuung. Und so ist dies zweifellos heute noch, in Zeiten des World Wide Web, der Computer Games und leidigen PISA-Tests: Denn für Wissenserwerb reicht Wikipedia zwar aus, die Suche nach Weisheit aber bedarf nicht zuletzt der Versenkung ins – Buch.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2011-fruehjahr