| Nicht immer ging es in der guten alten Zeit so idyllisch zu, wie man glauben möchte. Seuchen, Hunger und Pest verheerten ganze Landstriche, und manch einer versuchte, sich das Leben durch Teufelsbund und Hexerei einfacher zu gestalten. So traten etwa die berüchtigten Herzesser auf: abscheuliche serial killers im modernen Jargon, die Menschen umbrachten, weil sie glaubten, sich dadurch unsichtbar machen zu können. Andere wieder, wie die Gräfin Bathory, konzentrierten ihre kriminelle Energie auf unschuldige Kinder. Die Obrigkeit reagierte mit Verfolgung und jahrelangen Prozessen, um ihnen das Handwerk zu legen. Handelte es sich um Ritualmörder? Um „kriminelle Genies“? Um gezielte Propaganda eben jener Obrigkeit? In diesem hervorragend recherchierten Buch findet der Leser Aufsehen erregende Fallgeschichten in einer Art Dämonologie des Donauraums versammelt. Über den Autor: Mag. Dr. Christa Agnes Tuczay, Studium der Germanistik und Philosophie. 1981–2001 Mitarbeiterin am Forschungsprojekt der Österr. Akademie der Wissenschaften „Motiv-Index der deutschsprachigen weltlichen Erzählliteratur“. Seit 1991 Lehrbeauftragte für ältere deutsche Literatur an der Universität Wien. Vortrags- und Herausgebertätigkeit. Seit 2002 Verlagslektorin. Forschungsschwerpunkte: Mediävistik, Kulturkunde, Erzählforschung, Magiegeschichte, Hexenforschung. Bisherige Publikationen: Beiträge in wiss. Zeitschriften, Handbüchern u. Lexika. 1992 erschien ihr Buch „Magie und Magier im Mittelalter“, das mittlerweile in der 2. Auflage erschienen und ins Italienische übersetzt ist. Weitere Publikationen zu ihren Forschungsschwerpunkten. Derzeit arbeitet sie an der ihrer Habilitationsschrift. | Titel: Die Herzesser – Dämonische Verbrechen in der Donaumonarchie Autor: Christa A. Tuczay Umfang: 160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag Format: 13.4 x 21.5 cm Preis: EUR 19.90, sFr 28.50 ISBN: 978-3-902406-28-6 |
