| „Es ist ein finnischer Schuster gestorben, ein alter buckliger kleiner Mann mit silbergrauen Haaren und großen Händen“, so beginnt der Erzähler seinen ersten Traum, und wir folgen ihm auf eine aufregende Erkundungsreise ins weite Land der Seele. Nach C. G. Jung liegen die Sehnsüchte und wohl auch Ängste der Menschen seit jeher in Traumbildern verschlossen, als Archetypen, die unserem Denken und Wollen vorausgehen. Und Jean Paul sagt: „Der Schlaf verbirgt die erste Welt und ihre Wunden und Nächte, und er zeigt uns eine zweite und die Gestalten, die wir verloren und liebten, die zu groß sind für diese kleine Welt.“ In seinen Traumerzählungen lässt uns Ernst Steiner daran teilhaben. In klarer, bilderreicher Sprache ruft er in einem jeden von uns Stimmungen und Deja-vu-Eindrücke wach und zugleich das Bedürfnis, eine neue, je eigene Traumkultur zu entwickeln. Über den Autor: Ernst Steiner, geb. 1935, Studium: Kunstgewerbeschule Zürich, Akademie für Musik und darstellende Kunst, Wien, Akademie für angewandte Kunst, Wien, Akademie der bildenden Künste, Wien. Seit 1990 Lehrbeauftragter an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Meisterklasse F. Hundertwasser). Werke: Radierung, Gobelin, Bühnenbild. Steiner, dessen Werke auf zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt wurden, fühlt sich der Tradition der Psychologie und der Erforschung des menschlichen Verhaltens und Fühlens stark verbunden. Er lebt und arbeitet in Wien, Italien, Frankreich und in der Schweiz. | Titel: Jenseits des Tages – Träume eines Malers Autor: Ernst Steiner Umfang: 84 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, illustriert (s/w) Format: 13.4 x 21.5 cm Preis: EUR 4.50, sFr 6.90 ISBN: 978-3-902406-35-4 |
