Dieser große Roman der Rilke-Freundin Erika Mitterer erzählt von Aberglauben und Hexenwahn in einer süddeutschen Bischofsstadt: Die abtrünnige Priorin eines Klosters und ihre unschuldige Schwester werden unbarmherzig von der Inquisition verfolgt.

29,90

Über Erika Mitterer: Der Fürst der Welt

„Was ohne Gefahr ist, ödet mich an!“ Dieser Satz Erika Mitterers könnte auch als Motto über ihrem monumentalen Hauptwerk stehen, das vom Wirken des Bösen in einem jeden von uns erzählt: Wir befinden uns im ausgehenden Mittelalter. Eine junge Adelige wird von ihren Eltern dem Klosterleben versprochen. Und obwohl es zunächst scheint, als füge sich die spätere Nonne Maria Michaela in ihr Schicksal, brechen nach kurzem Stolz und Unbesonnenheit in ihr durch. Sie versteigt sich in eine verbotene Liebe zu dem Priester Alexander und verstrickt sich als Priorin des Klosters immer tiefer in Schuld, bis schließlich der Ketzerrichter auf den Plan gerufen wird. Mit Maria Michaela wird auch ihre unschuldige Schwester Theres zum Opfer der Heiligen Inquisition.

Kurzbiographie von Erika Mitterer

Erika Mitterer (1906-2001). Schon mit 18 begann sie einen Aufsehen erregenden Briefwechsel mit Rainer Maria Rilke. Mit 24 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband, von dem sich Stefan Zweig begeistert zeigte. Ihr wichtigstes Prosawerk, der Roman „Der Fürst der Welt“ erschien 1940, weil die Nazi-Zensur die Schilderung der Zersetzung eines scheinbar intakten Gemeinwesens durch das Böse als Angriff auf die Kirche, nicht aber als Gleichnis für aktuelle Zustände interpretierte. Weitere Veröffentlichungen u. a.: „Alle unsere Spiele“ (Roman), zwei Jugendbücher: „Kleine Damengröße“ und „Tauschzentrale“ sowie Erzählungen, Gedichte, Dramen und Essays. Zahlreiche Preise und Ehrungen.

Bibliographische Angaben: Der Fürst der Welt

Seiten: 710

Format: 13,4 × 21,5 cm

ISBN: 978-3-902406-26-2

Erschienen: 2006