Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Tod Herbert von Karajans vergangen. In diesem Porträt trennt Karl Löbl mit dem Spürsinn des erfahrenen Kritikers Legende und Wirklichkeit und lässt hinter dem Mythos Karajan die konkrete Person mit ihren schillernden Facetten hervortreten.

19,90

Über Karl Löbl: „Ich war kein Wunder“. Herbert von Karajan – Legende und Wirklichkeit

„Das Wunder Karajan“ lautete 1938 der Titel einer Kritik in der „BZ am Mittag“ über eine Wagner-Aufführung, die ein junger Dirigent an der Berliner Staatsoper am Abend zuvor geleitet hatte. „Ich war kein Wunder“, widersprach Herbert von Karajan später, „der Titel war mir sofort unangenehm und hat mir nur geschadet.“ Trotzdem bieb ihm das Etikett. Wunderbar nannten Sängerstars und Orchestermusiker die Arbeit mit Karajan. Wunderbar schien den Zeitgenossen seine Karriere. Der „Generalmusikdirektor von Europa“ dirigierte und führte Regie, er war Wegbereiter der Compact Disc und des modernen Musik-Videos, Idol des Jet-Sets, ohne sich an diesem zu beteiligen, und er sorgte für Schlagzeilen ein Leben lang. Jetzt, ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod, lassen sich Legende und Wirklichkeit besser voneinander trennen. Archivmaterial, Zeitzeugnisse und vor allem seine eigenen Erfahrungen und Erinnerungen fasste Karl Löbl  zu diesem ungeschönten Porträt einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im Musikleben des 20. Jahrhunderts zusammen.

Kurzbiographie von Karl Löbl

Karl Löbl: Wiener, Jahrgang 1930, ist journalistisch tätig seit 1950. Zuerst als Mitarbeiter und Musikkritiker bei der „Weltpresse“, dann ab 1954 als Kulturchef bei „Bild-Telegraf“, „Express“ und „Kurier“, wo er 1975 bis 1978 auch Chefredakteur war. Ab 1980 Fernseh-Kulturchef beim ORF bis zur Pensionierung 1995. Seither Kolumnist („Kurier“ und „Bühne“), Musikkritiker („Österreich“), Gestalter von Matineen und Autor für die Programmhefte der Wiener Staatsoper. Seit 1952 auch Tätigkeit beim Hörfunk, wo Löbl ab 1968 mehr als 28 Jahre lang die Serie „Lieben Sie Klassik?“ gestaltete und moderierte. Im Fernsehen 700 Mal aktuelle Live-Kritik „Nach der Premiere“ (1986 bis 1998). Bücher: „Das Wunder Karajan“ (Heyne, 1978), „Opern auf Schallplatten“ (Econ, 1983), „Der Balkonlöwe“ (Seifert, 2013).

Bibliographische Angaben: „Ich war kein Wunder“. Herbert von Karajan – Legende und Wirklichkeit

Seiten: 168 | illustriert (s/w)

Format: 13,4 × 21,5 cm

ISBN: 978-3-902924-20-9

Erschienen: 2014