Nach Jahren der Verfolgung durch den kommunistischen Geheimdienst UDB-a zieht sich Mijo Jurić zurück in das Dominikanerkloster, wo alles seinen Anfang nahm, und schreibt seine Geschichte auf: ein Zeugnis dafür, dass es keine Diktatur „mit menschlichem Antlitz“ gibt, wie Jugoslawien unter Josip Broz Tito im Westen gerne bezeichnet wurde.

22,90

Über Mijo Jurić: Wölfe im Frühling

„In den letzten Jahren erschienen in Kroatien und Bosnien/Herzegowina immer wieder Bücher über die Verfolgung politischer Flüchtlinge durch den berüchtigten jugoslawischen kommunistischen Geheimdienst UDB-a. In all diesen Büchern wird auch mein Name erwähnt“ − Warum, das erzählt Mijo Jurić in diesem Buch. In eindringlicher, bilderreicher Sprache beschreibt er, wie er schon mit 17 Jahren in die Mühlen des totalitären kommunistischen Tito-Regimes kam, seine Kindheit in einem bosnischen Dorf, weitab von städtischer Zivilisation, die Jahre in dem idyllischen Dominikanerkloster Bol auf der Insel Brač, seine Begeisterung für die kroatische Studentenbewegung, dann Verhaftung und waghalsige Flucht nach Österreich, wo Freiheit und Sicherheit zu winken scheinen. Aber die Ideale der kroatischen Studentenbewegung finden in den westeuropäischen Demokratien wenig Gehör, und der Geheimdienst bleibt ihm auf den Fersen. Bis heute.

Kurzbiographie von Mijo Jurić

Mijo Jurić, geb. 1953 in Drijenča bei Tuzla/Bosnien-Herzegowina als ältestes von sieben Kindern einer streng katholischen Familie. Eintritt in das Dominikanerseminar in Bol auf der Insel Brač, das er wieder verlässt, um das Realgymnasium in Tuzla zu besuchen. 1970 aus politischen Gründen von der Schule relegiert, danach Externisten-Gymnasium in Zagreb. Werbegrafiker. Seit 1973 lebt er in Wien. 1974−1977 besuchte er die Wiener Kunstschule, Schwerpunkt Porträt. Mijo Jurić ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

Bibliographische Angaben: Wölfe im Frühling

Seiten: 267

Format: 13,4 × 21,5 cm

ISBN: 978-3-902406-52-1

Erschienen: 2008