Erfrischend respektlos und mit viel Sinn für komische Verwicklungen führt die Autorin in diesem Roman das Frauenbild ad absurdum, das nach wie vor hartnäckig in den Köpfen der meisten Männer herumgeistert.

22,90

Über Susanne Strnadl: Okavango

Anna Winter hat einen Job, eine gelungene Tochter, einen Fernsehsessel und einen dauerhaften Mann. Dementsprechend würde sie alles gerne so lassen, wie es ist, doch das Leben hat andere Pläne. Innerhalb kurzer Zeit beginnen gleich mehrere Grundpfeiler ihres Alltags ominös zu schwanken, und um sich ernsthaft dagegen zu stemmen, müsste sie erst einmal wissen, ob sie das wirklich will. Damit nicht genug, rumort und bröckelt es auch rund um sie allerorten: Ein ihr nahe stehender Fleischtiger wird Vegetarier, bei ihrem Ex-Mann gibt es eine Windelparty, und ihre beste Freundin stiert auf leere Vogelnester. Und während ihr Mann fürs Leben eine Auszeit braucht, schleift Anna Touristen durch die Wiener Hofburg, informiert sich über die feuerpolizeilichen Bestimmungen für öffentliche Gebäude und drückt sich erfolgreich um Grundsatzentscheidungen. Erst der Okavango – ein Fluss, der nie das Meer erreicht – rückt die Dinge einigermaßen zurecht, aber wenn Anna das geplante Finale noch retten will, muss sie sich etwas einfallen lassen.

Kurzbiographie von Susanne Strnadl

Dr. Susanne Strnadl, geb. 1962 in Baden, seit 1986 wohnhaft in Wien. Studium der Zoologie und Botanik, freie Wissenschaftsjournalistin, seit 2000 regelmäßig für den STANDARD. Susanne Strnadl ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bisherige Publikationen: 2004 das Kinderbuch „Herbert & Co.“, sodann die Romane „Orinoco“ (2011), „Okavango“ (2013) und „Die Bullshit-Dolmetscherin“ (2016), alle im Seifert Verlag, und zuletzt 2017 das Theaterstück „Der Fluch“ (Sessler Verlag).

Bibliographische Angaben: Okavango

Seiten: 240

Format: 13,4 × 21,5 cm

ISBN: 978-3-902924-02-5

Erschienen: 2013