Herbstprogramm 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Menschen stecken voller Geschichten, voller Geheimnisse auch. Wir führen Ihnen diesmal vier Schicksale vor, jedes für sich außerordentlich und beispielhaft: Ein Höchstrichter blickt zurück auf Ereignisse, die gesellschaftliche und politische Wendepunkte Europas markierten, ein Künstler und Abenteurer berichtet, wie es ihm erging, als er radikal mit seiner Vergangenheit brechen wollte, ein ehemaliges Findelkind aus Amazonien erzählt, wie es ist, zwischen den Welten hin und her zu wandern, und ein Star der Unterhaltungsbranche zeigt sich abseits des Scheinwerferlichts. Vier Schicksale, vier Erinnerungsorte, vier Lebensgeheimnisse, und dahinter die Fragen, die uns alle berühren: „Wer bin ich?“ und „Wohin gehöre ich?“

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2011-herbst

Frühjahrsprogramm 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor langer, langer Zeit, gut 800 Jahre vor Computer Games, World Wide Web und – PISA-Tests, da galt die Kunst des Lesens schon als eine der wichtigsten Säulen unserer Kultur. Das Buch war Mittler zwischen Begriff und sozialer Wirklichkeit, ein Spiegel auch gesellschaftlicher Zustände. Im Bücherlesen sammelte sich der menschliche Geist aus der Zerstreuung. Und so ist dies zweifellos heute noch, in Zeiten des World Wide Web, der Computer Games und leidigen PISA-Tests: Denn für Wissenserwerb reicht Wikipedia zwar aus, die Suche nach Weisheit aber bedarf nicht zuletzt der Versenkung ins – Buch.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2011-fruehjahr

Herbstprogramm 2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Es gibt vielleicht keine Tage unserer Kindheit, die wir so voll erlebt haben wie jene, die wir mit einem Lieblingsbuch verbracht haben“, schreibt Marcel Proust. Diese Tage des Lesens, wer von uns kennt sie nicht! Tage der Muße, des Atemholens: Wieder einmal in Ruhe zum Fenster hinausschauen oder über den Gartenzaun oder hinauf in die Krone des Apfelbaums, wo schon die Früchte reifen. Und dann den Blick wieder senken, auf das Buch, in dem sich die Welt spiegelt: Liebe, Tod und Galgenhumor, das Schicksal, das mit Wucht in ein stilles Alltagsleben schlägt, der Zusammenprall von Kulturen, zerstörerische Keime, die plötzlich um den Erdball reisen, und die Umwälzung, die sich im wissenschaftlichen Denken gerade anbahnt … All das erleben Sie in den Büchern unseres neuen Katalogs.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2010-herbst

Frühjahrsprogramm 2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

höchste Zeit, dass an dieser Stelle auch einmal der Bücherfreund Erwähnung findet. Schließlich leben wir Verleger zu einem Gutteil von ihm. Bald besser, bald schlechter, aber immerhin … Er tritt natürlich nicht in Scharen auf, eine gewisse Seltenheit, manche würden es Vornehmheit nennen, zeichnet ihn aus. Die sogenannten Eliten schmücken sich mit ihm. Aber er ist nicht wie sie. Seine Macht ist nicht äußerlich. Er liebt die Zurückgezogenheit, geht gern in die Tiefe. Er denkt manchmal an die Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, und kennt die verschiedenen Spielarten der Sehnsucht, bis hin, auch das soll gesagt sein, bis hin zur Nostalgie. Aber er ist und bleibt subversiv. Und was das Allerbeste für uns Verleger ist: Er stirbt einfach nicht aus, sondern verjüngt sich von Mal zu Mal.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2010-fruehjahr

 

Herbstprogramm 2009
Foto der Titelseite eines Exemplars von Gottfried Kellers "Kleider machen Leute"
Foto der Titelseite eines Exemplars von Gottfried Kellers „Kleider machen Leute“

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eines vorweg: Gottfried Keller trifft keine Schuld. Denn erstens haben Schüler nicht immer recht, und zweitens ist nicht alles, was sie langweilt, auch schon Literatur. Dies gilt übrigens prinzipiell: Nicht zu langweilen ist nämlich nach Horaz Aufgabe von Literatur, sondern zu sagen „was erfreut und was nützlich fürs Leben ist“.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

katalog-2009-herbst