Frühjahrsprogramm 2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Unabhängigkeit ist oft ein zweischneidiges Schwert. Unabhängige Verleger können ein Lied davon  singen. Unabhängige Geister auch. Unabhängigkeit ist kostspielig, unbequem, sie verlangt einem alles ab und stachelt einen ständig an. Man arbeitet ohne Netz, man passt nicht in Schablonen, man steht für sich allein. Aber man steht auch für etwas ein: für einen einzigen kühnen Gedanken vielleicht oder für unbedingtes Schöpfertum, für persönliche Tapferkeit oder ein neues literarisches Talent. Alle, die mit Büchern leben, wissen dies ganz genau.

Hier ist unser zwölfter Katalog.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

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Herbstprogramm 2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn Sie die Bücher dieses Katalogs in Händen halten, wird das Feuer der Olympischen Spiele 2008 erloschen sein. Nicht aber die Ideen, die dahinter stehen und die immer noch vielerorts Anstoß erregen. Diese pflanzen sich unaufhaltsam fort. In den Köpfen der Menschen in aller Welt. In den Werken der Menschen in aller Welt. In den Büchern dieses Katalogs. Ob es der Autor ist, der seinen ersten Roman über ein brisantes Zeitthema geschrieben hat, der überragende Physiker, der zu den Baumeistern unseres modernen Weltbildes zählt, die wohl berühmteste Muse des 20. Jahrhunderts oder der Geschichtenerzähler, dessen Humor auch noch dem Tod ein Schnippchen schlägt – sie alle tragen die Fackel weiter, in einem nicht enden wollenden Staffellauf, so nahe an uns heran, dass wir die Glut bereits spüren.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

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Frühjahrsprogramm 2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

streng genommen dürfte es gar keine Bücher mehr geben, nicht jedenfalls im herkömmlichen, handfesten Sinn, mit Buchdeckeln, Buchseiten, Buchrücken und allem Drum und Dran. Sie sind zu aufwendig und zu kostenintensiv in der Herstellung. Sie werfen zu wenig ab und brauchen zu viel Platz, zu viel Zeit, zu viel Aufmerksamkeit. Sie sind so hoffnungslos anachronistisch wie Mondlicht und Kerzenschein. Längst überholt und tot gesagt. Aber es gibt sie doch! Als immerwährende List der Vernunft. Sogar in einer Vielfalt wie nie zuvor!

Hier ist unser zehnter Katalog.

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

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Herbstprogramm 2007

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ist das Buch eigentlich eine Ware wie jede andere auch? Seit in der Schweiz die Buchpreisbindung gefallen ist, flammt die alte Diskussion Ware gegen Kulturgut wieder auf. Vor Jahren, als ich die Bücher für mich entdeckte, da gab es in jedem Haushalt, der etwas auf sich hielt, einen Bücherschrank: der eine oder andere Klassiker, Märchenbücher, Karl May, Biographien – und Quo vadis. Nicht gerade allerhöchstes kulturelles Niveau, ich weiß. Aber durch Quo vadis lernte ich die römische Antike kennen, und alles, was ich später darüber erfuhr, war nur wie ein schwacher Abklatsch des viel farbenprächtigeren, viel spannenderen und traurigeren Romans. Eine Ware wie jede andere auch? Heute, da ich das schreibe, existiert unsere alte Quo-vadis-Ausgabe längst nicht mehr. Aber in jedem Haushalt, der etwas auf sich hält, gibt es nach wie vor einen Bücherschrank … Und unlängst wurde mir sogar wieder eine Quo-vadis-Ausgabe geschenkt. Denn jedes heiß geliebte Buch kehrt bekanntlich irgendwann zu einem zurück. Ich schlug den Band auf, las den ersten Satz, und die farbenprächtige, spannende, traurige Antike stand wie damals vor mir. Eine Ware wie jede andere auch? – Wohl kaum!

Dr. Maria Seifert
Verlagsleitung

 

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